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Kommunikations-Kriterien

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Das Wichtigste im Überblick

  • Bevor wir uns um die Kommunikation mit anderen kümmern, müssen wir uns uns selbst reflektieren
  • Wir stehen einer guten Kommunikation oft selbst im Weg
  • Unsere eigenen Glaubenssätze, Denkmuster und Verhaltensweisen laufen automatisiert ab und lassen uns Dinge sagen oder tun, die wir gar nicht sagen oder tun wollen
  • Um besser zu kommunizieren, müssen wir unsere eigenen Muster kennen und die negativen lösen

Worum geht's?

Wie so oft beginnt die ganze Arbeit leider wiedermal bei uns!

Um unsere Kommunikation mit anderen zu verbessern, müssen wir erst mal verstehen, wie wir so funktionieren:

  • Was hält uns davon ab, die richtigen Worte zu finden?
  • Warum streiten wir immer über die gleichen Themen?
  • Welche Fehler machen wir in der Kommunikation?
  • Warum tun wir uns schwer, die Meinung der anderen zu akzeptieren?
  • usw. 

Unser menschliches Gehirn und seine Biases, unsere Gefühle und unsere Erfahrungen haben alle einen Einfluss darauf, wie wir reagieren, was wir in einem Gespräch für wichtig finden, welche Worte wir wählen und so weiter.

Unser Maskottchen hält sich eine Lupe an den Kopf und untersucht die eigenen Gedanken

Warum ist das wichtig?

Unsere Einstellungen und Glaubenssätze sind uns meistens nicht bewusst und lassen uns vollkommen automatisch gereizt, passiv-aggressiv, unfreundlich usw. reagieren.

Der erste Schritt, um seine Kommunikation zu verbessern, ist also sich und seine eigenen Muster zu hinterfragen und herauszufinden, wie man selbst einer guten Kommunikation im Weg steht.

Wenn wir selbst nicht wissen, was in uns eigentlich vorgeht, uns selbst nicht zuhören, unsere eigenen Ansichten nicht hinterfragen und uns selbst nicht verstehen, wird es ziemlich schwer, das bei einer anderen Person zu tun.

 

Vorteile für deine Kommunikation:

  • Du verstehst deine eigenen Muster und Reaktionen besser
  • Du weißt welche Glaubenssätze und Gefühle dich blockieren
  • Du kannst gezielt an gewissen Dingen arbeiten
  • Du wirst offener dafür, dass du nicht die Wahrheit kennst
  • Du kannst Meinungen anderer besser akzeptieren
  • Und ungefähr 1 Million weiterer Dinge!

Beispiele

Du wirst dir bewusst, wann du emotional reagierst

Wenn wir miteinander reden, sind immer Gefühle im Spiel! Und diese Gefühle sorgen dafür, dass du vielleicht lauter wirst oder passiv-aggressiv oder herabwürdigend.

Ich werde zum Beispiel sauer, wenn ich 5 Mal das Gleiche sagen muss und die andere Person mich anscheinend trotzdem nicht versteht.

Anstatt herauszufinden, warum mich das sauer macht oder warum mich die andere Person nicht versteht, sage ich gern das Gleiche noch mal – nur lauter!

Das führt offensichtlich nicht dazu, dass die andere Person es besser versteht, nur weil ich es lauter sage!

Schon das Bewusstsein für  das Verhalten hilft dabei, zu erkennen, wenn ich mal wieder dazu neige und mich selbst besser zu kontrollieren.

Das führt eher dazu, dass ich mehr Fragen stelle, um zu verstehen, warum mich die andere Person nicht versteht, anstatt meine Stimme zu heben.

 

Du verstehst besser, wie dein Kopf dich austrickst!

Unser Kopf hat so einige Tricks auf Lager, die im Allgemeinen eigentlich hilfreich für uns als Menschen sind aber in der zwischenmenschlichen Kommunikation so einige Probleme machen können.

Wir neigen zum Beispiel zum Generalisieren: Wir nehmen also eine Erfahrung oder eine Situation und machen eine generelle Wahrheit daraus.

Das führt zu Anschuldigungen wie: “Du interessierst dich nie für mich” oder “Dir ist immer alles egal”

Diese Anschuldigungen sind nicht sonderlich hilfreich, sondern führen mehr dazu, dass die andere Person (oder wir selbst) in die Verteidigungshaltung gehen. Was eine Kommunikation wesentlich schwerer macht.

Ansonsten liebt es unser  Gehirn zum Beispiel auch Menschen in Gruppen zu teilen, was zu sehr konfliktfördernden Wir-gegen-die-Mentalitäten führt oder es lässt uns glauben, dass wir immer recht haben und es nur eine Perspektive auf die Wahrheit gibt.

Ganz viele weitere dieser Tricks findest du in den Fehlern der Kommunikation.

Techniken für die Kommunikation

Hier findest du Kommunikatios-Techniken, die dir dabei helfen, dieser Kriterium in Gespräch einzuhalten:

  • Selbst- und Situationskontrolle

    In einer Diskussion neigen wir oft dazu, den anderen kontrollieren zu wollen. Sinnvoller und wesentlich effektiver ist es aber, den Fokus auf die Kontrolle über sich selbst, die Situation an sich und die Regeln des Gesprächs zu legen.

    Drei Dinge, die du in einem Gespräch kontrollieren kannst: dich selbst, die Umstände, die Grenzen des Themas.
  • Der emotionale Fußabdruck

    Dein emotionaler Fußabdruck beeinflusst, wie du die Welt wahrnimmst: Welche Gefühle sind überhaupt okay? Welche nicht? Und wie reagier ich auf Gefühle anderer?

    Ein Fuß unterteilt in verschiedene Emotionen: Angst, Wut, Trauer, Freude und Stolz

Typische Fehler

Diese Fehler führen oft dazu, dass Gespräche nicht so laufen, wie wir es uns erhoffen oder sogar eskalieren:

  • Demütigung

    Eine der schlimmsten Dinge, die man machen kann, ist seinen Gegenüber zu demütigen. …

    Eine Person steht in der Mitte und viele FInger zeigenn auf sie.
  • Dinge persönlich nehmen

    Wir nehmen Dinge oft viel zu persönlich und überschätzen den Einfluss, den wir auf eine Situation haben, was für unsere …

    3 Kreise. Der erste ist gefüllt und zeigt das verhalten von anderen. Der zweite zeigt, dass das Verhalten kaum mit uns zu tun hat. Der Dritte zeigt, dass wir massiv überschätzen, wie viel Einfluss wir auf das Verhalten anderer haben.
  • Generalisierungen machen

    Unser Gehirn neigt dazu, unsere einzelnen Erfahrungen zu generalisieren und eine Wahrheit daraus zu machen, die immer zutrifft. …

    Einzelne Erfahrungen werden gerne zu der einen ultimativen Wahrheit gemacht.
  • Den anderen kontrollieren wollen

    Ein Streit eskaliert oft an dem Punkt, an dem wir versuchen die Meinung oder die Emotionen von anderen Personen kontrollieren …

    Ein Kreis der zeigt, dass du nur Kontrolle über dich selbst hast und die anderen außerhalb deiner Kontrolle liegen.
  • Schuldzuweisungen machen

    Wir neigen sehr gerne dazu, einen Schuldigen zu finden und die Schuld auf die andere Person zu schieben, wenn etwas …

    Schuldzuweisungen: Eine Comic-Hand, die auf die zeigt. Daneben steht "Du"
  • Glauben, Recht zu haben

    Wir glauben oft, dass wir recht haben und die andere Person nicht. Dieser Glaube ist aber Grundlage endloser zwischenmenschlicher Probleme! …

Weitere Ressourcen

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