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Typische Fehler

Wir Gegen Die (Binäres Denken)

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Eine Gruppe gelber Sprechblasen gegen eine Gruppe blauer Sprechblasen.

Die Linke und die AfD, Schwarz und Weiß, wir gegen die – unser Gehirn neigt in stressigen oder unsicheren Zeiten evolutionär bedingt dazu, komplexe Probleme mit vielen Nuancen in genau zwei unvereinbare Positionen einzuteilen.

Diese Einteilung in zwei Lager ist laut Amanda Ripley der Kern unserer größten persönlichen und gesellschaftlichen Konflikte.

Sobald wir das Problem in diese zwei Lager teilen, geht es nicht mehr darum, eine Lösung zu finden, sondern sein Lager zu verteidigen und »den Feind« zu bekämpfen.

Die Gegenseite wird pauschal als feindselig oder schlecht abgestempelt. Eine Person, die die AfD oder die Linke wählt, ist dann keine Person mit komplexen Gefühlen, Ansichten und Meinungen mehr. Sie ist nur noch eine dumme Sau, die bekehrt oder sonst wie von ihrer Meinung abgebracht werden muss.

Egal, ob diese Person vielleicht ein liebender Vater ist oder eine Pflegerin, die sich um alte Leute kümmert oder eigentlich einfach sehr empathisch ist: Der Person werden jegliche Eigenschaften abgesprochen, besonders die guten, und es geht nur darum, dass sie dieses eine Thema anders sieht als wir.

Die eigene Gruppe wird allerdings im Gegenteil ziemlich idealisiert. Jeder, der auf unserer Seite steht, ist ein herzensguter Mensch und hat so viele andere tolle Eigenschaften. (Darum ist es ja auch viel besser, auf unserer Seite zu stehen!)

Die Aufteilung in zwei Lager hat psychologisch die Tendenz, das Schlimmste in uns herauszuholen und die Menschen in dem anderen Lager buchstäblich zu entmenschlichen. Im schlimmsten Fall bis zu dem Punkt, dass ihr Tod die einzige Lösung ist (siehe Bandenkriege).

Darum sollten wir es wo immer möglich vermeiden, Menschen oder Themen in zwei Lager einzuteilen. Das gilt nicht nur für politische Themen, sondern auch in Organisationen. Hier kämpfen oft Sales gegen Marketing oder Entwicklung gegen Design usw.

Je mehr solche »Lager« gefördert werden, desto schlimmer können sich die Fronten verhärten und desto schwerer wird es, jemals wieder normal miteinander zu reden, geschweige denn eine Lösung für einen Konflikt zu finden.

Zugehörige Kriterien:

Weitere Fehler

  • Dinge persönlich nehmen

    Wir nehmen Dinge oft viel zu persönlich und überschätzen den Einfluss, den wir auf eine Situation haben, was für unsere …

    3 Kreise. Der erste ist gefüllt und zeigt das verhalten von anderen. Der zweite zeigt, dass das Verhalten kaum mit uns zu tun hat. Der Dritte zeigt, dass wir massiv überschätzen, wie viel Einfluss wir auf das Verhalten anderer haben.
  • Eine Diskussion gewinnen müssen

    Wir haben das starke Bedürfnis, eine Diskussion gewinnen zu müssen – manchmal auch auf Kosten der Beziehung zueinander! …

    Eine Sprechblase die traurig schaut und der Verlierer ist und eine, die mit ihren Muskeln flexed und die Diskusion gewonnen hat.
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