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Typische Fehler

Schuldzuweisungen machen

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Schuldzuweisungen: Eine Comic-Hand, die auf die zeigt. Daneben steht "Du"

Unsere Default-Reaktion in problematischen Situationen: Erst mal einen Schuldigen suchen!

Darüber zu reden, wer Schuld hat, führt allerdings oft nur dazu, dass sich die andere Person verteidigt, die Schuld abstreitet oder selbst mit Schuldzuweisungen attackiert.

Keiner will beschuldigt werden. Darum verwenden wir in diesen Situationen die meiste Energie darauf, uns zu verteidigen, anstatt das Problem zu lösen.

Und wenn wir ganz ehrlich sind, gibt es in 90 % der Fälle auch keinen klaren Schuldigen. Oft sind wir selbst Teil des Problems. Wir haben unseren eigenen Beitrag dazu geleistet, dass die Situation ist, wie sie ist. Auch wenn es manchmal schwer zu glauben ist, sind wir selbst Teil des Problems, in dem wir uns befinden.

Viel wichtiger als jemanden zu beschuldigen und ihn dafür zu strafen, ist herauszufinden:

  • Warum haben wir das Problem nicht kommen sehen?
  • Wie können wir das Problem in Zukunft vermeiden?

Über Schuld zu reden, heißt, in der Vergangenheit zu wühlen.  Es hindert uns daran, für die Zukunft zu planen, indem wir herausfinden, was schiefgelaufen ist und wie wir das Problem beheben können.

Anstatt Schuld zuzuweisen, sollten wir den Fokus darauf legen, was jeder beigetragen hat, dass das Problem überhaupt existiert, und was wir machen können, es zu vermeiden.

Wenn wir ein Problem wirklich produktiv lösen wollen, anstatt nur unseren Frust rauszulassen, müssen wir die Perspektive wechseln von „Wer hat Schuld?“ zu „Wer hat was beigetragen und wie können wir das in Zukunft vermeiden?“.

Beispiel(e)

Gehen wir davon aus, ein potenzieller, wichtiger Kunde lehnt ein Angebot ab, das dein Teamleiter geschrieben hat.

Deine erste Reaktion ist es vielleicht, die Schuld bei ihm zu suchen:

  • „Es ist doch klar, dass man bei so einem großen Deal einen Rabatt gibt.“
  • „Er hat mal wieder super unhöflich geschrieben.“
  • „Die Beschreibung der Leistungen klingt halt auch nach ChatGPT.“

Es kann natürlich sein, dass die Person Fehler gemacht hat. Allerdings vergessen wir meistens, auch unseren Beitrag zu der Situation zu hinterfragen:

  • „Habe ich ihm gesagt, wann wir Rabatte geben?“
  • „Ist es überhaupt befugt, Rabatte zu geben?“
  • „Weiß er, wie der Kunde tickt und wie ich meine Angebote normal formuliere?“
  • „Haben wir Templates von unseren Leistungsbeschreibungen?“

Vielleicht fühlst du es schon: Den Beitrag aller Beteiligten in der Situation zu verstehen, führt weg davon, dass wir einen Schuldigen suchen, sondern legt den Fokus auf die Problemlösung: Was genau ist schiefgelaufen und was kann jeder tun, damit das in Zukunft nicht mehr passiert?

Nur so sorgen wir für eine kollaborative Atmosphäre, die dazu beiträgt, dass wir am Ende auch wirklich unsere Prozesse verbessern und nicht nur einer Person vor den Kopf stoßen und sich am Ende nichts ändert.

Zugehörige Kriterien:

Weitere Fehler

  • Dinge persönlich nehmen

    Wir nehmen Dinge oft viel zu persönlich und überschätzen den Einfluss, den wir auf eine Situation haben, was für unsere …

    3 Kreise. Der erste ist gefüllt und zeigt das verhalten von anderen. Der zweite zeigt, dass das Verhalten kaum mit uns zu tun hat. Der Dritte zeigt, dass wir massiv überschätzen, wie viel Einfluss wir auf das Verhalten anderer haben.
  • Eine Diskussion gewinnen müssen

    Wir haben das starke Bedürfnis, eine Diskussion gewinnen zu müssen – manchmal auch auf Kosten der Beziehung zueinander! …

    Eine Sprechblase die traurig schaut und der Verlierer ist und eine, die mit ihren Muskeln flexed und die Diskusion gewonnen hat.
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