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Kommunikations-Kriterien

Die eigenen Geschichten verstehen

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Das Wichtigste im Überblick

  • Unsere Gefühle beeinflussen stark unsere Kommunikation
  • Die Gefühle entstehen durch die Geschichten, die wir uns selbst erzählen
  • Wenn wir unsere Geschichten nicht kontrollieren, kontrollieren sie uns
  • Je aufmerksamer wir für unsere Geschichten werden und sie umschreiben, desto eher erreichen wir, was wir wollen

Worum geht's?

Warum können 10 Personen die gleiche Situation erleben und auf 10 verschiedene Weisen darauf reagieren?

Der Grund dafür sind unsere Emotionen.

Aber wieso ist die eine Person, wenn sie Feedback bekommt so super entspannt, während die andere Person innerlich ziemlich sauer wird?

Daran sind sind die Geschichten schuld, die wir uns über eine Situation erzählen.

Unsere menschliche Verarbeitung von Informationen läuft normalerweise so ab: 

  1. Wir nehmen etwas wahr (hören, sehen, tasten).
  2. Wir interpretieren das, was wir wahrnehmen, indem wir dem Ganzen durch eine Geschichte einen Sinn geben.
  3. Wir haben ein Gefühl dazu
  4. Wir handeln 

Wenn du sauer wirst wenn jemand deine Arbeit kritisiert, muss das einen Ursprung haben. Das Gefühl taucht nicht einfach so auf (auch wenn es sich so anfühlt) und ist auch nicht einfach die menschliche Natur (sonst würde jeder so reagieren).

Deine Emotion entsteht dadurch, dass du die Situation auf eine bestimmte Art und Weise interpretierst und ihr eine Bedeutung gibst.

Diese Interpretationen und die Geschichten dafür können jede Form und Farbe annehmen: 

  • “Sie gibt immer nur mir so extremes Feedback”
  • “Ich mach’ eh nie was richtig”
  • “Einem Mann würde er das Feedback so nicht geben”
  • “Hätte sie mir bessere Anweisungen gegeben, hätte ich es auch besser gemacht!”

Die Geschichten können also Selbstzweifel, Schuldzuweisungen, systemische Unterdrückung und so weiter sein.

Erst mal ist es gar nicht so wichtig, was der Inhalt der Geschichte ist, sondern zu erkennen, dass wir uns Geschichten erzählen und diese Geschichten massiven Einfluss darauf haben, was wir in einem Gespräch fühlen und wie wir schlussendlich handeln.

Ein Kreislauf: Etwas passiert. Wir erzählen und eine Geschichte. Daraus entsteht ein Gefühl und wir handeln danach. Das führt dazu, dass wieder etwas passiert.

Warum ist das wichtig?

Wenn wir verstehen, dass wir uns Geschichten erzählen und diese Geschichten Einfluss auf unsere Emotionen haben, können wir anfangen, diese Geschichten zu verändern.

Wenn wir die Geschichten verändern, können wir damit unsere Gefühle und unsere Reaktionen in einem Gespräch beeinflussen.

Je positiver oder neutraler unsere Gefühle sind, desto einfacher wird es für uns, die Kontrolle in einem Gespräch zu behalten und das Gespräch produktiv zu führen.

Wahrscheinlich hast du schon des Öfteren gemerkt, was passiert, wenn deine Gefühle die Kontrolle übernehmen. Entweder redet man gar nicht mehr miteinander und schweigt das Thema tot oder das Gespräch artet in einen ziemlich heftigen Streit aus, in dem man Dinge sagt, die man vielleicht bereut.

Seine Geschichten zu verstehen, zu ändern und damit die Kontrolle über seine Gefühle zu bekommen, ist einer der wichtigsten Skills, die wir uns aneignen können, um unsere Kommunikation und ehrlicherweise unser ganzes Leben zu verbessern.

Vorteile für deine Kommunikation:

  • Du kannst deine Gefühle besser kontrollieren
  • Du kannst deine Reaktion in Situationen verändern
  • Du fühlst dich mehr in Kontrolle über dich selbst und die Situation
  • Du kannst so reagieren, wie du eigentlich reagieren willst

Techniken für die Kommunikation

Hier findest du Kommunikatios-Techniken, die dir dabei helfen, dieser Kriterium in Gespräch einzuhalten:

  • Mit Gefühlen verhandeln

    Bevor wir unsere Gefühle einfach rauslassen, ist es manchmal hilfreich, sie kurz zu reflektieren und darüber nachzudenken, woher sie kommen.

    Ein Gefühl von Wut, dann kommen Fragen, die man sich dazu stellt und dann wird das Gefühl kleiner.
  • Der emotionale Fußabdruck

    Dein emotionaler Fußabdruck beeinflusst, wie du die Welt wahrnimmst: Welche Gefühle sind überhaupt okay? Welche nicht? Und wie reagier ich auf Gefühle anderer?

    Ein Fuß unterteilt in verschiedene Emotionen: Angst, Wut, Trauer, Freude und Stolz
  • Was willst du wirklich?

    Bevor du in hitzigen Situationen etwas sagst, was du im Nachgang bereust, hilft es, dir diese innere Frage zu stellen.

    Unser Sprechblasen Maskottchen lässt die Wut raus, was nicht produktiv ist oder fokussiert sich auf das Ziel, was der wesentlich bessere Ansatz ist.

Typische Fehler

Diese Fehler führen oft dazu, dass Gespräche nicht so laufen, wie wir es uns erhoffen oder sogar eskalieren:

  • Dinge persönlich nehmen

    Wir nehmen Dinge oft viel zu persönlich und überschätzen den Einfluss, den wir auf eine Situation haben, was für unsere …

    3 Kreise. Der erste ist gefüllt und zeigt das verhalten von anderen. Der zweite zeigt, dass das Verhalten kaum mit uns zu tun hat. Der Dritte zeigt, dass wir massiv überschätzen, wie viel Einfluss wir auf das Verhalten anderer haben.
  • Gefühle ignorieren

    Wir behandeln zwischenmenschliche Probleme rational. Dabei gäbe es 90er % d Probleme nicht, wenn keine Gefühle daran beteiligt wären. …

    Ein traurig schauendes Herz.
  • Glauben, Recht zu haben

    Wir glauben oft, dass wir recht haben und die andere Person nicht. Dieser Glaube ist aber Grundlage endloser zwischenmenschlicher Probleme! …

  • Schuldzuweisungen machen

    Wir neigen sehr gerne dazu, einen Schuldigen zu finden und die Schuld auf die andere Person zu schieben, wenn etwas …

    Schuldzuweisungen: Eine Comic-Hand, die auf die zeigt. Daneben steht "Du"

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