Kurzbeschreibung:
Wenn wir einen produktiven Dialog wollen, müssen wir es jeder Person ermöglichen, ihre Gedanken und Gefühle offen auszudrücken.
Subjektiver Blick: Deine Wahrnehmung ist nur ein Ausschnitt, nicht die ganze Realität.
Kein „Richtig oder Falsch“: Diskussionen zeigen zwei verschiedene Sichtweisen, keine absoluten Wahrheiten.
Echte Offenheit: Wer aufhört recht haben zu wollen, versteht das Gegenüber wirklich.
Weniger Frust: Andere Realitäten zu akzeptieren spart Nerven und erweitert den eigenen Horizont
Vermutlich hattest du schon einmal im Leben eine Meinungsverschiedenheit mit jemandem (wenn nicht, melde dich, wir wollen mehr hören!).
Wir haben verschiedene Meinungen, weil wir im Laufe unseres Lebens verschiedene Erfahrungen machen und in unterschiedlichen Voraussetzungen aufwachsen. Daraus ergeben sich unterschiedliche Sichtweisen auf Themen. Deine Sichtweise kommt dir vermutlich richtig vor. Eine Person mit anderen Erfahrungen kommt zu komplett anderen Schlüssen und hat dadurch unter Umständen komplett andere Sichtweisen auf ein Thema. Das Spannende: Vermutlich habt Ihr beide irgendwie unrecht! (Wie bitte??!!1!) Und vielleicht lägt Ihr beide deutlich richtiger, wenn Ihr Eure Sichtweisen zusammen tragen und zu einer ganzheitlicheren Sichtweise ausbauen würdet. <3
Ein Beispiel:
Gendern ist ein wundervoll polarisierendes Thema. Die einen hassen es, die anderen lieben es.
Für die einen ist Gendern eine Form der Gleichbereichtigung, Selbstbestimmtheit und Inklusion. Für die anderen ist es eine Verschandelung der Sprache, eine unnötige Veränderung oder ein Problem, das gesellschaftlich gerade überhaupt keine Priorität hat.
Aber wieso? Verschiedene Erfahrungen, verschiedene Meinungen.
Diese Idee hat der Wissenschaftler und Philosoph Alfred Korzybski schon vor Jahrzehnten ziemlich treffend beschrieben, mit der Aussage „The map is not the territory“ (Deutsch: „Die Karte ist nicht das Gebiet“ oder “die Landkarte ist nicht die Landschaft.”).
Jeder von uns hat eine eigene kleine Landkarte („map“) im Kopf. Diese ist geprägt durch:
Diese Karte ist aber eben nur ein subjektives, vereinfachtes Abbild der wirklichen Landschaft („territory“). Wir nehmen meist nur Informationen wahr, die für uns wichtig sind und interpretieren Situationen basierend auf unseren Erfahrungen und Meinungen.
Darum sind unsere Gedanken, Wahrnehmungen und unsere Sprache eben nicht die vollständige Realität, sondern nur ein subjektives Abbild davon.
Wenn wir miteinander reden, sprechen wir nicht über die Realität selbst, sondern immer über unterschiedliche, subjektive Bilder der Welt, die wir in unseren Köpfen zusammengebaut haben.
Wenn wir verstehen und auch wirklich akzeptieren, dass unsere Sicht der Dinge nicht die Realität und nicht die Wahrheit ist, werden wir automatisch offener für andere Ansichten.
In den meisten Gesprächen geht es uns, wenn wir ehrlich zu uns sind darum »recht zu haben«. Wie in der Gender-Debatte, wollen wir gar nicht verstehen, warum die Person Gendern gut oder schlecht findet und welche Emotionen, Ansichten, Bedürfnisse und Erfahrungen dahinterstecken.
Wir finden die Meinung der anderen person aus irgendeinem Grund (den wir selbst oft nicht mal kennen lol) einfach … scheiße. Und wir wollen die andere Person davon überzeugen, dass ihre Meinung … scheiße ist. Nicht sehr konstruktiv, hm?
Solange wir stur davon überzeugt sind, dass unser Bild der Welt die komplette Realität ist und unsere Meinung deswegen immer die richtige, werden wir keine sinnvolle Diskussion miteinander führen.
Die Idee zu verinnerlichen, dass man selbst nicht die Wahrheit kennt, ist also (unserer Ansicht nach, ha!) die einzig wirkliche Grundlage auf der wir ein Gespräch auf Augenhöhe überhaupt führen können.
Hier findest du Kommunikatios-Techniken, die dir dabei helfen, dieser Kriterium in Gespräch einzuhalten:
Wie wir mit anderen reden, so reden wir auch mit uns selbst. Der Meta-Mirror ist ein Spiegel, der uns aufzeigt, wie wir auf die Welt reagieren.
Bevor wir unsere Gefühle einfach rauslassen, ist es manchmal hilfreich, sie kurz zu reflektieren und darüber nachzudenken, woher sie kommen.
Mit dieser Technik gehst du sicher, dass du die Perspektive der anderen Person auch wirklich verstehst.
Dein emotionaler Fußabdruck beeinflusst, wie du die Welt wahrnimmst: Welche Gefühle sind überhaupt okay? Welche nicht? Und wie reagier ich auf Gefühle anderer?
Diese Fehler führen oft dazu, dass Gespräche nicht so laufen, wie wir es uns erhoffen oder sogar eskalieren:
Wir haben das starke Bedürfnis, eine Diskussion gewinnen zu müssen – manchmal auch auf Kosten der Beziehung zueinander! …
Wir nehmen Dinge oft viel zu persönlich und überschätzen den Einfluss, den wir auf eine Situation haben, was für unsere …
Wir reden uns gerne ein, dass wir ganz sicher wissen, welche Intentionen (Absichten) hinter dem Verhalten von anderen Personen stecken. …
Wir glauben oft, dass wir recht haben und die andere Person nicht. Dieser Glaube ist aber Grundlage endloser zwischenmenschlicher Probleme! …
Wir neigen sehr gerne dazu, einen Schuldigen zu finden und die Schuld auf die andere Person zu schieben, wenn etwas …
Kurzbeschreibung:
Wenn wir einen produktiven Dialog wollen, müssen wir es jeder Person ermöglichen, ihre Gedanken und Gefühle offen auszudrücken.
Kurzbeschreibung:
Kommunikation ist die Basis jeder Beziehung. Wenn wir nicht mehr miteinander reden, driften wir auseinander und verlieren uns unter Umständen ganz. Sich die Option eines Gesprächs vor Augen führen kann dies verhindern.
Kurzbeschreibung:
Unsere Gehirne funktionieren alle ein wenig anders. Jeder hat in anderen Bereichen Stärken und Schwächen und nimmt deswegen auch Informationen anders wahr.