Mit Gefühlen verhandeln
Bevor wir unsere Gefühle einfach rauslassen, ist es manchmal hilfreich, sie kurz zu reflektieren und darüber nachzudenken, woher sie kommen.
Warum können 10 Personen die gleiche Situation erleben und auf 10 verschiedene Weisen darauf reagieren?
Der Grund dafür sind unsere Emotionen.
Aber wieso ist die eine Person, wenn sie Feedback bekommt so super entspannt, während die andere Person innerlich ziemlich sauer wird?
Daran sind sind die Geschichten schuld, die wir uns über eine Situation erzählen.
Unsere menschliche Verarbeitung von Informationen läuft normalerweise so ab:
Wenn du sauer wirst wenn jemand deine Arbeit kritisiert, muss das einen Ursprung haben. Das Gefühl taucht nicht einfach so auf (auch wenn es sich so anfühlt) und ist auch nicht einfach die menschliche Natur (sonst würde jeder so reagieren).
Deine Emotion entsteht dadurch, dass du die Situation auf eine bestimmte Art und Weise interpretierst und ihr eine Bedeutung gibst.
Diese Interpretationen und die Geschichten dafür können jede Form und Farbe annehmen:
Die Geschichten können also Selbstzweifel, Schuldzuweisungen, systemische Unterdrückung und so weiter sein.
Erst mal ist es gar nicht so wichtig, was der Inhalt der Geschichte ist, sondern zu erkennen, dass wir uns Geschichten erzählen und diese Geschichten massiven Einfluss darauf haben, was wir in einem Gespräch fühlen und wie wir schlussendlich handeln.
Wenn wir verstehen, dass wir uns Geschichten erzählen und diese Geschichten Einfluss auf unsere Emotionen haben, können wir anfangen, diese Geschichten zu verändern.
Wenn wir die Geschichten verändern, können wir damit unsere Gefühle und unsere Reaktionen in einem Gespräch beeinflussen.
Je positiver oder neutraler unsere Gefühle sind, desto einfacher wird es für uns, die Kontrolle in einem Gespräch zu behalten und das Gespräch produktiv zu führen.
Wahrscheinlich hast du schon des Öfteren gemerkt, was passiert, wenn deine Gefühle die Kontrolle übernehmen. Entweder redet man gar nicht mehr miteinander und schweigt das Thema tot oder das Gespräch artet in einen ziemlich heftigen Streit aus, in dem man Dinge sagt, die man vielleicht bereut.
Seine Geschichten zu verstehen, zu ändern und damit die Kontrolle über seine Gefühle zu bekommen, ist einer der wichtigsten Skills, die wir uns aneignen können, um unsere Kommunikation und ehrlicherweise unser ganzes Leben zu verbessern.
Hier findest du Kommunikatios-Techniken, die dir dabei helfen, dieser Kriterium in Gespräch einzuhalten:
Bevor wir unsere Gefühle einfach rauslassen, ist es manchmal hilfreich, sie kurz zu reflektieren und darüber nachzudenken, woher sie kommen.
Wie wir mit anderen reden, so reden wir auch mit uns selbst. Der Meta-Mirror ist ein Spiegel, der uns aufzeigt, wie wir auf die Welt reagieren.
Dein emotionaler Fußabdruck beeinflusst, wie du die Welt wahrnimmst: Welche Gefühle sind überhaupt okay? Welche nicht? Und wie reagier ich auf Gefühle anderer?
Bevor du in hitzigen Situationen etwas sagst, was du im Nachgang bereust, hilft es, dir diese innere Frage zu stellen.
Diese Fehler führen oft dazu, dass Gespräche nicht so laufen, wie wir es uns erhoffen oder sogar eskalieren:
Diese Geschichten erzählen wir uns gern, um uns besser zu fühlen, besonders wenn unser Handeln bzw. das Ergebnis des Handelns …
Wir nehmen Dinge oft viel zu persönlich und überschätzen den Einfluss, den wir auf eine Situation haben, was für unsere …
Wir behandeln zwischenmenschliche Probleme rational. Dabei gäbe es 90er % d Probleme nicht, wenn keine Gefühle daran beteiligt wären. …
Wir glauben oft, dass wir recht haben und die andere Person nicht. Dieser Glaube ist aber Grundlage endloser zwischenmenschlicher Probleme! …
Wir neigen sehr gerne dazu, einen Schuldigen zu finden und die Schuld auf die andere Person zu schieben, wenn etwas …