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Typische Fehler

Gefühle ignorieren

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Ein traurig schauendes Herz.

Wir behandeln zwischenmenschliche Probleme rational. Dabei gäbe es 90 % der Probleme nicht, wenn keine Gefühle daran beteiligt wären.

Gefühle sind der Grund, warum wir überhaupt Beziehungen führen. Aber unsere faszinierende Unfähigkeit, Gefühle zu verstehen, und über sie zu reden, steht uns bei vielen Gesprächen im Weg und untergräbt Stück für Stück unsere Beziehungen.

Man kann nicht effektiv kommunizieren, wenn man Gefühle außen vorlässt. Denn egal, wie gut du über ein Problem reden oder verhandeln kannst, am Ende wird jemand unzufrieden sein, wenn seine oder ihre Gefühle nicht beachtet worden sind.

Wir reden allerdings so ungern darüber, weil es einfacher scheint, rationale Probleme zu lösen. Unsere Gefühle zu teilen, wirkt manchmal extrem riskant. Wenn wir über unsere Gefühle reden, haben wir Angst, dass wir andere verletzen oder die Beziehung ruinieren oder selbst verletzt werden: Was ist, wenn die andere Person unsere Gefühle nicht ernst nimmt, uns sagt, dass wir zu sensibel sind?

Gefühle zu ignorieren, hilft uns aber auch nicht weiter. Ohne Gefühle würde eine Diskussion meist gar nicht stattfinden. Sie zu ignorieren ist fast unmöglich. Egal worum es geht: Wenn wir die Gefühle hinter dem Problem nicht berücksichtigen, werden sie wieder auftauchen.

Nicht gesagte Emotionen zeigen sich:

Anstatt unsere Gefühle zu teilen, starten wir lieber eine nüchterne Diskussion (besonders im professionellen Kontext). Wir sagen selten: „Ich bin verwirrt“ oder „Ich bin verletzt“ oder „Ich schäme mich“. Aber diese Gefühle haben einen signifikanten Effekt auf das Gespräch und sind eigentlich das, worüber du wirklich reden willst.

Wir können Gefühle zwar nicht aussprechen, aber das hießt nicht, dass sie sich nicht zeigen, durch:

  • Körpersprache
  • Mimik
  • Stimmlage
  • Lange pausen
  • „Sich zurückziehen“
  • Sarkastische Bemerkungen
  • Ungeduldig oder aggressiv werden
  • und so weiter

Die Gefühle nicht rauszulassen, kann so weit gehen, dass man komplett zumacht und mit einer Person gar nichts mehr zu tun haben will.

Nicht gesagte Gefühle erschweren das Zuhören:

Die zwei schwierigsten Aspekte der Kommunikation sind, Gefühle auszudrücken und zuzuhören. Oft liegt es nicht daran, dass wir nicht zuhören können, wenn uns das Zuhören schwerfällt, sondern daran, dass wir selbst nicht wissen, wie wir unsere eigenen Gefühle ausdrücken sollen.

Unausgesprochene Emotionen können unsere Fähigkeit, wirklich zuzuhören, blockieren. Zuhören erfordert offene, ehrliche Neugier und die Bereitschaft, der anderen Person den Raum zu geben, im Mittelpunkt zu stehen.

Doch es fällt uns schwer, uns auf andere zu konzentrieren, wenn wir mit unseren eigenen Gefühlen beschäftigt sind. Wir können viel besser zuhören, nachdem wir unsere eigenen Emotionen benannt und ausgedrückt haben.

Gefühle nicht zu sagen hat Einfluss auf unser Wohlbefinden:

Wenn wir unsere Gefühle nicht aussprechen, fühlt sich das auf Dauer so an, als würden wir nicht für uns selbst einstehen, was massive Auswirkungen auf unser Selbstbewusstsein haben kann.

Außerdem nehmen wir der anderen Person dadurch die Möglichkeit, uns wirklich zu verstehen. Langfristig führt das dazu, dass wir uns einsam und von allen unverstanden fühlen.

Was also tun?

Um in unserer Kommunikation besser zu werden, müssen wir also Stück für Stück anfangen, unsere Gefühle zu erkennen und sie zu kommunizieren. Nur so finden wir den Grund eines Problems, anstatt nur an den Symptomen zu arbeiten.

Zugehörige Kriterien:

Weitere Fehler

  • Dinge persönlich nehmen

    Wir nehmen Dinge oft viel zu persönlich und überschätzen den Einfluss, den wir auf eine Situation haben, was für unsere …

    3 Kreise. Der erste ist gefüllt und zeigt das verhalten von anderen. Der zweite zeigt, dass das Verhalten kaum mit uns zu tun hat. Der Dritte zeigt, dass wir massiv überschätzen, wie viel Einfluss wir auf das Verhalten anderer haben.
  • Eine Diskussion gewinnen müssen

    Wir haben das starke Bedürfnis, eine Diskussion gewinnen zu müssen – manchmal auch auf Kosten der Beziehung zueinander! …

    Eine Sprechblase die traurig schaut und der Verlierer ist und eine, die mit ihren Muskeln flexed und die Diskusion gewonnen hat.
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