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Kommunikations-Technik

5:1-Regel

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Worum geht's?

Eine Reihe mit einem Kreuz, das für eine negative Interaktion steht, dazu 5 Haken für positive.

Die 5:1-Relation beschreibt das Verhältnis von positiven zu negativen Interaktionen in einer Beziehung.

Der Psychologe John Gottman fand heraus, dass stabile und glückliche Paare etwa fünf positive Momente auf eine negative Erfahrung kommen lassen.

Das heißt nicht, dass es keine Konflikte geben darf, sondern dass Zuneigung, Humor, Wertschätzung und Verständnis deutlich überwiegen sollten.

Damit baut man sich praktisch ein emotionales „Polster“, das hilft, um Streit oder Missverständnisse besser zu verkraften.

Um die 5:1-Regel einzuhalten, sollte man bewusst auf die positiven kleinen Momente im Alltag achten und sie stärken.

Das gilt nicht nur für Paarbeziehungen sondern ist in jeder zwischenmenschlichen Beziehung wichtig, auch im beruflichen Kontext.

So funktioniert's!

Generelles emotionales Polster aufbauen:

  • Öfter Lob aussprechen
  • Danke sagen
  • Zuneigung zeigen
  • Aktiv zuhören
  • Kleine Gesten (Lächeln oder Berührung)
  • Konflikte ruhig und respektvoll austragen, ohne abwertend oder sarkastisch zu werden

Nachdem etwas Negatives passiert ist (Streit, herablassende Bemerkung):

  • Witze machen
  • Lächeln
  • Entschuldigen
  • Positives Feedback geben
  • Die Perspektive des anderen wirklich verstehen
  • etc.

Beispiele

Nehmen wir an, du schnauzt deinen Arbeitskollegen an, weil dir seine Präsentation nicht gefällt: »Wieder ChatGPT angeworfen?«

Schon dieser wunderschöne passiv-aggressive Unterton ist eine negative Interaktion.

Wenn du das wiedergutmachen willst, hilft die 5:1‑Regel:

  1. Durchatmen und lächeln
  2. Dich auf seine Seite stellen: „Okay, nicht so, als hätte ich es nicht auch schon getan.“
  3. Am Arm berühren oder die Hand über die Schulter legen (wenn das bei euch angemessen ist versteht sich)
  4. Etwas Positives über die Präsentation sagen
  5. Und gemeinsam einen Insta-Kommentar zu Jens Spahns neuem Skandal verfassen!

Fünf positive Momente für eine genervte Bemerkung. Klingt erst mal auch nach ein wenig viel Arbeit. Aber vielleicht auch hilfreich, um sich bewusst zu machen, ob man den negativen Kommentar nächstes Mal wirklich loslassen will.

Die 5 Interaktionen müssen natürlich nicht wie in dem Beispiel alle sofort passieren.