Typische Fehler
Gespräche meiden
Gespräche zu vermeiden, ist ein häufiger Mechanismus, der aus verschiedenen psychologischen Gründen entsteht:
- Angst vor Konflikten: Wir fürchten, dass das Gespräch eskaliert und wir damit nicht umgehen können.
- Angst vor Ablehnung oder Kritik: Wir haben Angst, dass unsere Meinung abgelehnt wird oder wir die Person verletzen.
- Verletzte Gefühle: Wenn wir gekränkt oder wütend sind, fühlt sich das Gespräch bedrohlich an.
- Perfektionismus oder Kontrolle: Wir glauben, dass wir ein Gespräch „perfekt“ vorbereiten müssen. Dieses Warten auf den „richtigen Moment“ kann ein Gespräch dauerhaft verhindern.
- Scham oder Schuldgefühle: Wir glauben, etwas falsch gemacht zu haben und vermeiden Gespräche aus Angst vor der Verantwortung.
- Fehlende Kommunikationsfertigkeiten: Wir wissen einfach nicht, wie wir schwierige Themen ansprechen sollen.
Sich bewusst zu machen, dass man Gespräche meidet, ist der erste Schritt, um die Haltung „Ein Gespräch ist immer eine Option“ zu verinnerlichen. Es ermöglicht, die Angst zu benennen und Strategien zu entwickeln, damit man nicht automatisch ausweicht.
Wenn wir unsere emotionalen Blockaden nicht bearbeiten, werden wir langfristig nicht nur immer wieder zwischenmenschlich zerstört, sondern auch unser Selbstbewusstsein wird untergraben. Wir bekommen immer mehr das Gefühl, nicht verstanden zu werden, und fühlen uns einsam.